Dem Favoriten standgehalten

Schiedsrichter: k.A.Linienrichter: k.A., k.A.
Zuschauer: 519
Spielbericht vom 2. November 2026
Der Spielbericht wird präsentiert von:
Mehr als 500 Besucher sahen die Brandenburgligapartie zwischen der BSG Stahl Brandenburg und dem Tabellendritten SV Viktoria Potsdam. Der Aufstieg der Potsdamer begann vor sieben Jahren aus der 2. Kreisklasse in die höchste Spielklasse des Landes. Vor dem Anpfiff wurde aus dem Umfeld der Viktoria über ihre Personalsorgen geklagt. Die tun es allerdings auf einem höheren Niveau, wie zum Beispiel Robert Pocrnic, Trainer der BSG Stahl. Auch er musste etliche Baustellen im Kader schließen. Auf der Wechselbank saßen zwar fünf Feldspieler, vier davon kamen jedoch aus dem Defensivbereich, nur Benjamin Nwatu war für die Offensive zuständig.
Da urlaubsbedingt Felix Baitz unter der Woche nicht trainierte, bekam Martin Titze wieder seine Einsatzzeit im BSG-Kasten. Um es vorwegzunehmen, er lieferte eine tadellose Leistung ab. Fairerweise sei angemerkt, dass seine Vorderleute auch einen tollen Job machten. Gerade im ersten Durchgang erspielten sich die Potsdamer aus dem Spiel herauskeine Gelegenheit. Ihr Torjäger, Tom Nattermann, befand sich in guten Händen bei Romain Joel Siabe Tegefouet, er bekam so gut wie keinen Stich.
Bei den Gastgebern gab es zwar auch keine Häufung an gefährlichen Torraumszenen, doch die wenigen hatten es in sich. In der 21. Minute flankte Philip Einsiedel gefühlvoll vor das Viktoria-Tor in Richtung Ben Dayan Bleiß. Er nahm den Ball direkt, jagte es aber aus kürzester Entfernung neben das Tor. Wenig später versucht es Timm Renner aus 20 Meter, sein Versuch strich knapp über die Latte.
Nach einer halben Stunde hatten die Gäste eine Ecke. Die kam auf Nattermann, Tegefouet wollte ihn am Schuss hindern und seine Bewegung mit dem Fuß nutzte Nattermann umtheatralisch zu Boden zugehen. Der Pfiff kam prompt, der Stürmer ignorierte aber das alte Fußballgesetz, dass das Opfer niemals selbst antreten soll und Titze hielt den Ball auf sein rechtes Eck sogar fest. Kurz vor der Pause hatte Einsiedel noch die Möglichkeit, als er sich einen Rückpass erlief, letztendlich aber nicht an Torhüter Erik Firchau vorbeikam.
Mit dem Wiederanpfiff hatte der Favorit mehr Spielanteile, doch die erste Chance gehörte den Platzherren. Lamin Jatta sprintete über die Außenbahn, flankte auf Bleiß, seinem Kopfball fehlten wieder nur ein paar Zentimeter. Obwohl die Gäste nun mehr Ballbesitz hatten, bedeutete dies nicht, dass sie ein Offensivfeuerwerk abbrannten. Erst in der 70. Minute konnte sich Titze einmal auszeichnen. Für die Zuschauer war das Geschehen auf dem Rasen sicherlich kein Leckerbissen, doch angesichts der Personallage war es schon ein Erfolg den zweitbesten Angriff der Liga nahezu zu kontrollieren. Beide Reihen schenkten sich nichts.
In der 68. Minute nahm Pocrnic Max-Bennet Säger aus dem Spiel, der kurz zuvor die gelbe Karte sah und brachte die einzige Offensivkraft von der Bank, Nwatu. Und der hatte elf Minuten später seinen großen Auftritt. Er wurde im Sechzehner angespielt, und versenkte den Ball volley, aus zwölf Meter in den Tordreiangel (79.). Benjamin Nwatu ist der Mann der besonderen Tore im Dress der BSG Stahl, wie schon im Vorjahr gegen den BSC Süd und in dieser Saison beim Pokalsieg über Luckenwalde. Leider hielt die Freude über den Vorsprung nicht lang.
Vier Minuten später landete ein langer Einwurf, der an „Freund und Feind“ vorbei ging, bei Mathis Lange, der aus acht Metern kompromisslos zum 1:1 (83.) abzog. Beinah wäreden Gastgebern noch die passende Antwort gelungen. Nach Balleroberung im Mittelfeld kam der Ball zu Bleiß (86.), der mit dem ersten Kontakt seinen Gegenspieler stehen ließ, und rechts in den Sechzehner eindrang. Er versuchte mit einem Schuss auf das kurze Eck Firchau zu überlisten. Der reagierte jedoch reaktionsschnell, der Abpraller landete bei Jatta, der unter Bedrängnis über das Tor zielte. So blieb es beim 1:1.
Vor dem Spiel hätten die meisten Fans der BSG Stahl dieses Ergebnis gern genommen, doch mit dem Blick über die gesamten 90 Minuten sieht es etwas anders aus. Bei den Gästen sprach man von einem glücklichen Punktgewinn, über eine Niederlage hätten sie sich scheinbar nicht beschwert. Auch wenn es an diesem Sonnabend keinen Sieg gab, die Stahlmannschaft setzte ihren positiven Trend fort.


















