Den Bock umgestoßen

Schiedsrichter: k.A.Linienrichter: k.A., k.A.
Zuschauer: 50
Spielbericht vom 15. September 2026
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Endlich ist der U23 der BSG Stahl Brandenburg der erste Saisonsieg gelungen. Am Sonntag besiegten die Brandenburger den FSV Babelsberg 74 II am 3. Spieltag der Kreisoberliga Havelland mit 3:2. Ähnlich wie in der Vorwoche, beim Heimspiel gegen die SG Geltow (1:1) sahen die Zuschauer zwei verschiedene Spielhälften. Im ersten Durchgang dominierte die Stahl-Elf das Spiel, nach der Pause machten sie es unnötig spannend, bloß dass diesmal noch das Happy End gelang.
Die Gastgeber begannen spielfreudig, viel lief über die rechte Seite, wo Adrian Lack den tiefe Zuspiele erlief und in die Gefahrenzone brachte. Der Führungstreffer entstand aus einem überragenden Spielzug. Nach Balleroberung an der Mittellinie wurde auf der linken Seite Linus Bauer geschickt. Der lief in den Sechzehner, wo seine Eingabe ein Stahlspieler verpasste, doch Leonard Koppe (10.) stand goldrichtig, vollendete flach ins linke Eck. Der Stürmer strahlte an diesem Tag viel Spielfreude aus, war an vielen Offensivaktionen beteiligt, wie auch nach einer Viertelstunde, fand da aber seinen Meister im FSV-Keeper Fynn-Miguel Grabowski.
Fünf Minuten später musste der sich aber geschlagen geben. Nach einem Eckball wuchtete Koppe den Ball unhaltbar zum 2:0 in die Maschen. Doch nur zwei Minuten später trübten die Gäste die Freude. Mit einem Sonntagsschuss von der rechten Seite überwand Aaron Hagen Dix den machtlosen Stahl-Torwart Ole Wendt. Er bekam im ersten Abschnitt nicht viel zu tun, musste aber in zwei Szenen herauseilen und verhinderte so gute Chancen. Ansonsten ging es offensiv meist in Richtung FSV-Sechzehner. Die Gäste kamen bestenfalls bis zur Mittellinie, da verloren sie den Ball und mussten sich wieder auf ihre Abwehr konzentrieren.
Im Gegensatz zur Vorsaison erspielte sich die Stahl-Elf nun zahlreiche Chancen, die sich auf mehrere Schultern verteilten. Die beste, um den alten Zwei-Zore-Vorsprung wieder herzustellen, vergab Lack nach einer halben Stunde, als er über links in den Strafraum eindrang, nur noch den Torhüter vor sich hatte, doch sein Abschluss war halb Torschuss, halb Vorlage und verpuffte. Kurz vor dem Pausenpfiff versuchte es Janno Brunsing von der Strafraumkante, aber Grabowski klärte gerade noch zur Ecke. Auf der Gegenseite mussten die Platzherren in der 39. Minute noch eine Schrecksekunde überstehen, als Pierre König von rechts kommend knapp am langen Pfosten vorbeizog. Mit einer verdienten Führung für die BSG Stahl ging es in die Halbzeit.
Nach dem Wiederanpfiff attackierten die Babelsberger früher und die Brandenburger bekamen Probleme im Spielaufbau. Sie verloren wie in der Vorwoche ihren Rhythmus und damit auch die Kontrolle über die Partie. Hinzu kam noch der Ärger über den Ausgleich in der 52. Minute. Bauer wurde auf seiner linken Seite hart angegangen. Er und wie auch seine Teamkollegen erwarteten den Schiedsrichterpfiff, der ließ aber weiterspielen und so landete der Ball bei Dix, der zum 2:2 vollendete. Daran hatten die Gastgeber zu knabbern. Es sollte einige Zeit dauern, bis sie zur gewohnten Ballsicherheit zurückfanden.
Die nun mutiger agierenden Gäste spürten ihrerseits, dass mehr für sie drin war als der eine Punkt. In der 72. Minute musste Wendt beim Herauslaufen alles riskieren, um den Konter zu verhindern. Fünf Minuten später war er machtlos, doch der FSVer Moritz Ernst vergab die große Chance zum 3:2 schon etwas kläglich. Kurz darauf blieb Ole Wendt nach einem guten Konter erneut Sieger. Der Rest der Schlussphase gehörte dann aber eher dem Stahl-U23-Team. Es wollte den Sieg, tat wieder mehr für die Offensive.
In der 84. Minute kam David Hinz knapp hinter der Strafraumlinie an den Ball, sein Schuss sprang vom rechten Innenpfosten ins Tor zum 3:2. Der Treffer machte zusätzliche Kräfte frei, die Gastgeber wollten den knappen Vorsprung nicht nur über die Zeit bringen, sondern ausbauen. Die beste Möglichkeit hatte in der 88. Minute der eingewechselte Jannis Lenze, doch sein Versuch aus fünf Meter wurde gerade noch von der Linie geschlagen. Kurz vor dem Abpfiff sah Kapitän Steven Görn noch die Gelb-Rote Karte, dann pfiff der Referee endlich ab und der erste Saisonsieg für die Stahl U23-Elf stand fest.
Die Mannschaft befindet sich auf einem guten Weg, muss es aber schaffen bei Gegenpressing ruhiger zu bleiben. Das wird schon kommenden Sonntag (20. September, 15 Uhr) von Nöten sein, wenn im nächsten Heimspiel der Tabellenführer SV Dallgow zu Gast ist, der bislang schon 19 Treffer erzielte. Doch wenn die U23-Mannschaft erneut diese Einsatzbereitschaft und Spielfreude an den Tag legt, bleibt der Ausgang der Partie offen.

















