Spitzenspiel kam zu früh

Schiedsrichter: Esther Christin SeemannLinienrichter: Anton Krassowski, Michel Krassowski
Zuschauer: 53
Spielbericht vom 1. September 2026
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Gleich zum Saisonauftakt in der Frauenfußball-Landesliga kam es im Stadion am Quenz zum Spitzenspiel. Die gastgebende BSG Stahl Brandenburg empfing den Vorjahresmeister SV Grün-Weiß Brieselang, der sich mit 4:0 durchsetzte. Am verdienten Erfolg gab es keinen Zweifel, doch ist das Ergebnis etwas zu hoch ausgefallen. Für die Brandenburgerinnen kam die Partie zu früh. Mit Marlen Sommerlatte und Jette-Hedy Strehlau fehlen wichtige Spielerinnen. Tanja Lehmann stand zwar auf dem Personalbogen, doch sie wies noch einen zu großen Trainingsrückstand auf, um der Mannschaft auf dem Platz effektiv dienlich zu sein.
Für die verhinderte Trainerin Janine Groth betreute Lars Bauer das Team an diesem Tag. Gegen die in Vollbesetzung antretenden Gäste wählten die Gastgeberinnen eine zunächst defensive Grundtaktik aus. Dies ging im Großen und Ganzen auf, die Defensive musste nur zwei Großchancen zulassen, wovon die Brieselangerinnen eine in der 13. Minute durch Sandra Wiegand zur Führung nutzten. Das 0:1 war auch der Halbzeitstand, der durchaus gerecht war, da die Brandenburgerinnen in der ersten Hälfte zu passiv agierten.
Mit dem Wiederanpfiff drängten die Grün-Weißen auf die Vorentscheidung. Sie profitierten auch von ungewöhnlich vielen kleinen Defensivfehlern der Stahl-Frauen. In der 50. Minute hatten sie noch Glück, als eine Gästespielerin frei im Sechzehner an den Ball kam, die Stahl-Torfrau Celina Pflanz ausspielte, den Ball aber an den linken Pfosten setzte. Doch nur fünf Minuten später kam eine unfreiwillige Vorlage zu Wiegand, die über die herauseilende Pflanz zum 2:0 einköpfte.
Auch wenn die Gäste nicht jede ihrer Chancen nutzten, waren sie deutlich effektiver gegenüber den Brandenburgerinnen, die im zweiten Durchgang ihre Möglichkeiten hatten, aber allesamt vergaben. Der größte „Pechvogel“ des Tages war Vanessa Bürger, die aber auch als einzige Stahl-Spielerin echte Torgefahr ausstrahlte. Sie setzte sich immer wieder gegen grün-weiße Verteidigerinnen durch, aber blieb im Abschluss glücklos. Entweder strich der Ball knapp am Ziel vorbei oder sie scheiterte im eins-gegen-eins an der Torhüterin Cordula Busack nach einer Stunde. Nah dran war auch Anja Seelhoff in der 65. Minute, traf aber aus spitzem Winkel nur das Außennetz.
Den Gästen wurde es leicht gemacht ihr Torekonto aufzubessern. In der 64. Minute sah Torfrau Pflanz unglücklich aus, als sie den Ball prallen ließ und so Wiegand ihren dritten Treffer ermöglichte. Das 0:4 (75.) nach einem Eckball war schlecht verteidigt von ihren Vorderleuten. Kurioserweise folgte nun die beste Phase der Gastgeberinnen. Plötzlich lief der Ball schnell und präzise in den eigenen Reihen, so dass die Grün-Weißen nicht mehr zu Offensivaktionen kamen. Aber das Schusspech blieb der Stahl-Elf treu, auch Fabienne Wendt (77.) konnte Busack nicht überwinden, wie auch wenig später erneut Bürger (79.).
Das 0:4 ist auf den ersten Blick frustrierend für die Stahl-Frauen. Aber dass sie sich nicht haben hängenlassen, sondern nach dem deutlichen Rückstand mit gutem Fußball aufzuwarten, nötigt ihnen Respekt ab. Daran sollte sich die Mannschaft erinnern und wenn im Laufe der Saison, die eine oder andere Spielerin in den Kader zurückkommt, braucht sie keinen Gegner zu fürchten. Kommenden Sonntag (6. September/12 Uhr) geht es zum SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen, die beim SV Babelsberg mit 2:1 gewannen. Da könnte zum Beispiel Lehmann der Abwehr wieder mehr Stabilität verleihen.




















