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Gegner eine Nummer zu groß

Artikel vom 27. Juli 2026

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    An diesem Sonnabend testete die 1. Männer der BSG Stahl Brandenburg auf der Anlage des ESV Kirchmöser gegen die SG Union Klosterfelde. Während Stahl-Trainer Robert Pocrnic nur vier Wechselspieler, inklusive Torwart Martin Titze zur Verfügung hatte, konnte der diesjährige Fünfte der Oberliga Nord mit sieben Akteuren auf der Bank aufwarten. Dies machte sich im Verlauf der zweiten Hälfte bemerkbar.

    Ein Klassenunterschied war vor der Pause kaum zu sehen. Die ersten beiden Möglichkeiten (5., 10.) hatten zwar die Barnimer, aber ausschließlich durch Distanzschüsse, wobei einer an die Latte ging. Das erste Ausrufezeichen für die Gastgeber setzte Lamin Jatta in der 12. Minute, als er sich auf rechts durchsetzte, aber an Torhüter Nico Reimann scheiterte. Jatta war der auffälligste Angreifer der Brandenburger an diesem Tag. Er hatte gute Abschlüsse und setzte zudem seine Mitspieler immer wieder gut in Szene.

    In der 13. Minute fehlten Marvin Gründler nur ein paar Zentimeter am Torjubel, der dann kurz darauf fällig war. Jatta gewann sein Laufduell, passte auf Paul Kämmerer, der die Führung (15.) erzielte. Nun folgte die beste Phase der Stahl-Elf. Durch gute Balleroberungen weit in der gegnerischen Hälfte setzten sie die Gäste-Abwehr unter Druck. Gründler machte in der 17. Minute alles richtig, ließ sein Gegenspieler stehen, doch sein Schuss aus zehn Metern strich am linken oberen Toreck vorbei. Nur zwei Minuten später bediente Jatta an der Strafraumgrenze Erik Sauer, der fackelte nicht lang, sein Schuss strich am rechten Pfosten vorbei. 

    Nach etwa 25 Minuten meldeten sich die Klosterfelder zurück. Stahl-Schlussmann Felix Baitz war zweimal gefordert und bestand seine Prüfungen. In der 33. Minute musste er sich aber geschlagen geben. Eine Flanke in den Strafraum wollten die Platzherren klären, doch der Versuch wurde zur Vorlage, die sich Max Matthes Ramoth aus acht Metern nicht nehmen ließ. Kurz vor der Halbzeit gingen die Gäste sogar in Führung. Mit einem simplen Doppelpass ließ sich die Stahl-Abwehr ausspielen und Michel Sobek traf zum 2:1.

    Zu Beginn des zweiten Durchgangs wechselten die Unioner fleißig durch, brachten nun ihre erste Elf. Auf Seiten der Brandenburger machte Baitz im Tor Platz für Titze, der zunächst nicht gefordert wurde. Die Gäste hatten zwar mehr Ballbesitz, fanden aber keine Lücke im Abwehrverbund der Gastgeber. Erst in der 63. Minute wurde es brenzlig für Titze nach einem Eckball, doch der Kopfball ging knapp am linken Pfosten vorbei. Fast im Gegenzug prüfte Jatta noch einmal Reimann, der zur Ecke klärte. Es sollte aber die einzige echte Torgelegenheit für die Stahl-Elf im zweiten Durchgang gewesen sein.

    In der 65. Minute wurden die Brandenburger durch einen tiefen Pass in die Spitze überrascht. Titze eilte aus seinem Kasten doch der Unioner legte den Ball an ihm vorbei und vorn vollendete Danny Mank zum 3:1. Trainer Pocrnic brachte nun mit Timon Bauer und Arold Kevin Dieffi Tezeuda zwei frische Kräfte, doch an eine ernsthafte Aufholjagd war nicht zu denken. Dafür war der Kräfteverschleiß zu hoch und der Gegner eine Klasse besser. Ärgerlich waren die letzten Gegentreffer in der Schlussphase zum 1:5-Endstand. Beim ersten wurde die Defensive zu leicht ausgespielt und der letzte Treffer war ein Distanzschuss aus 25 Meter, den Titze wohl zu spät sah.

    Man sollte das Endergebnis, das um einen Treffer zu hoch ausfiel, nicht überbewerten, dafür war der Kader gegen diesen Kontrahenten zu dünn besetzt. Trainer Pocrnic dämpfte in diesem Zusammenhang aber auch eventuelle Erwartungen im Hinblick auf die kommende Spielzeit: „Es liegen noch einige Wochen Vorbereitungszeit vor uns. Doch ich sehe die Mannschaft in dieser Saison eher im Mittelfeld, wenn alles gut läuft. So eine Platzierung wie in der Vorsaison wird diesmal nicht drin sein.“ Kommenden Mittwoch (29. Juli) spielt die Stahl-Elf in Schenkenberg, zwei Tage später gegen Einheit Wernigerode.